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Gartenwindräder aus Neusling

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Zuletzt aktualisiert: 08.01.2012

In Arbeit Wird ständig erweitert und Aktualisiert !

 

Interessantes und Besonderheiten

 
 
Scher und Schermaus

Weniger Bodenständige nennen Sie Maulwurf und Wühlmaus. Bei den Gartlern und Landwirten sind Sie nicht gern gesehen. Gemeinsam haben Sie die Eigenschaft, in unterirdischen Gängen nach Nahrung zu suchen, dort Ihre Nester zu bauen und Erde auszuwerfen. Sonst haben Sie wenig miteinander gemein. Der Maulwurf (Scher) ist an sich ein liebenswerter Geselle mit schwarzem dichtem Fell, Vorderhänden wie Grabschaufeln und einer rosa Stupsnase. Er ernährt sich von Käfern, Larven, Schnecken und Regenwürmern.

Die graue bis graurote, etwas größere Wühlmaus (Schermaus) - es treibt sich auch noch eine hausmausgroße kleinere Art herum - entspricht mit Ihren hervorstehenden Zähnen weit weniger menschlichen Schönheitsidealen. Sie ist ein reiner Pflanzenfresser! Mancher Apfelbaum auf schwachwüchsiger Unterlage ist Ihr schon zum Opfer gefallen.

Durch Ihre Vorliebe für gelbe Rüben, Sellerie, Schwarzwurzeln und andere Bodenfrüchte kann sie verheerende Schäden anrichten !

Wühlmausinvasion

Wer seinen Lebensbedarf im Supermarkt deckt, wird eine Wühlmaus kaum lästig finden., da ihr Lebensraum in den Regalen nicht zu finden ist. Nur der Gartler und der Landwirt haben häufig, wie auch dieses Jahr, wieder unter ihrem Überhandnehmen zu leiden.

Während sich der Bestand in den letzten Jahren allgemein zurückbildete, ist der Bestand 2005 beinahe explosionsartig in die Höhe geschnellt. Fast alle großen Obstplantagen wurden befallen, auch die Gemüsebauern stellten fest, das ihre Anbauten völlig unterminiert sind. Neben den vielen Gewächsen, denen die Wühlmäuse besonders nachstellen, zog sie der ständig feucht gehaltene Boden in den Gemüsegärten besonders an.
Die Naturschützer sprechen so einen Fall mit gemischten Gefühlen an, denn immerhin sind es natürliche Geschöpfe, denen halt die konzentrierte Ansammlung von Nahrung in den von Menschen geschaffenen Gemüsegärten besonders zusagt.

Natürliche Feinde sind selten geworden

Früher haben natürliche Feinde das Überhandnehmen unterbunden. Neben Wiesel und Iltis, Fuchs und Schlange zählen hierzu insbesondere die Greifvögel Bussard, Falke, auch Waldkauz und Schleiereule.

In den letzten Jahren lebten hier in Deutschland auch wieder einige Wildkatzen, die den Mäusebestand kurz hielten. Jedoch wurden diese, mir unerklärlich, von den Jägern abgeschossen. Auch bei uns hier lebte eine Wildkatze, heuer blieb sie aus. Andere natürliche Feinde sind selten geworden.

Findige Tüftler, wie ich, haben seit Jahrzehnten die eine oder andere Bekämpfungsstrategie entwickelt.
(Das Aufstellen von Windrädern zum Beispiel). Das Giftstreuen, das der Hobbygärtner sowieso nicht macht, denn er will ja gesundes Gemüse ziehen, ist nicht das Gelbe vom Ei. Das Gift lagert sich in den Tieren an und wird sich allmählich in der Nahrungskette, (fressen und gefressen werden) an deren Ende der Mensch steht, zum mehrtausendfachen anreichern.

Ich glaube, das jeder einigermaßen vernünftige Mensch, der das weiß, ganz auf Gift verzichtet!

Wühlmäuse bringen von April bis Oktober in 4 bis 5 Würfen je ca. 5 Junge zur Welt. Mit zwei Monaten sind die Jungen bereits wieder fortpflanzungsfähig. Es wundert nicht, das sie durch diese Vermehrungsrate ganze Gartengrundstücke abernten. Im Gegensatz zu Maulwürfen sind sie reine Pflanzenfresser und auch im Gegensatz zu diesen nicht gesetzlich geschützt. Die Gänge der Wühlmaus sind etwa 5 cm hochoval . Dagegen sind die Gänge des Maulwurfes etwa 4 cm queroval. Nach meiner Erfahrung befindet sich nicht allzuweit vom Revier des Männchens entfernt das des Weibchens. Vorsicht, sie sind Zecken- und Krankheitsüberträger

Übrigens: Eine gezielte Maulwurfbekämpfung ist rechtlich unzulässig und unter Strafe gestellt !

 

 

Halloween

Das Keltische Jahr beginnt!

Halloween wird vom 31. Oktober auf 1. November begangen. Über die Ursprünge des schaurig schönen Gruselfestes, das heute als Mix von Karneval, Sylvester und Walpurgisnacht begangen wird, wissen die wenigsten Bescheid.

Es ist nicht ein US- Import, sondern ursprünglich ein mehr als 2000 Jahre altes Fest, dessen Wurzeln auf den Britischen Inseln liegen. Erst als Irische Auswanderer im 19. Jahrhundert über den Atlantik an die Ostküste strömten, fing Halloween auch in Amerika an zu (be)geistern und kehrte dann nach Europa -allerdings amerikanisch umgewandelt- zurück.

Der Vorabend von Allerheiligen (englisch: "All Hallows") ist "All Hallows Even". Dies wurde zu Halloween. Die Bräuche zu Halloween stammen aus vorchristlicher, keltischer Zeit. Um den 31. Oktober, genauer gesagt am 1. Neumond nach der Herbsttagundnachtgleiche, war das keltische Neujahr Samhain, nach dem Todesfürsten Samhain.

 

Ökologischer Pflanzenschutz

Pestizide reichern sich im Boden, in Gewässer und in der Nahrungskette an. Wer selbst Gemüse und Obst anbaut, sollte deshalb auf die so genannten Pflanzenschutzmittel verzichten und Verfahren der biologischen Schädlingsbekämpfung nutzen.

Grundlegend beim biologischen Pflanzenschutz sind laut Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vorbeugende Maßnahmen, um Pflanze und Boden gesund zu halten.

So ist immer der Anbau heimischer Pflanzen besser. Sie sind an den jeweiligen Boden angepasst und somit robuster. Nutzpflanzen sollte man zudem in Mischkulturen pflanzen, da bestimmte Arten dann die Fressfeinde ihrer Nachbarn verdrängen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Beachtung einer Fruchtfolge, sie beugt der Auslaugung des Bodens vor.

Zur biologischen Schädlingsbekämpfung eignen sich Pflanzenjauchen oder -tees. Sie wirken schnell und sind nicht giftig. Brennnesselsud wirkt gegen Blattläuse und Spinnmilben und ist zugleich ein Dünger. Beinwelljauche ist eine gute geeignete Nährbrühe für Tomaten, Kohl und Sellerie. Adlerfarnbrühe hilft den Pflanzen bei Kaliummangel. Wermuttee vertreibt Ameisen, Blattläuse, Raupen und Gemüsefliegen.

Auch mechanische Maßnahmen können sinnvoll sein. Feine Netze sind eine Barriere für Gemüsefliegen. Kragen an den Kohlpflanzen verhindern die Eiablage der Kohlfliege. Asche, Holzwolle oder Steinmehl kann um schneckengefährdete Pflanzen gestreut werden. Auch dichte niedrige Zäune stoppen Schnecken. Mit höheren Zäunen lassen sich zudem Hasen und Kaninchen fernhalten. Auch sollte man über einen Zaun um den Gemüsegarten nachdenken, wenn Nachbars Katzen ihren Garten als Toilette benutzen. Es erspart manchen Ärger auf beiden Seiten !